Land bestellt Nahverkehr als Ersatz für die Schwarzwaldbahn-ICs

Das Land Baden-Württemberg bestellt (und bezahlt) weitere Nahverkehrs-Verbindungen, um die wegfallenden Intercity-Verbindungen auf der Schwarzwaldbahn (Offenburg – Villingen – Donaueschingen – Singen am Htw – Konstanz) zu kompensieren. Bekanntlich streicht die DB als profitorientierter Betreiber fast allen Eisenbahn-Fernverkehrs in Deutschland aufgrund mangelnden „Gewinnabwurfs“ die ICs über diese Strecke. Lediglich an Wochenenden soll ab 2016 evtl. noch Fernzüge geben.

Das Land möchte beim derzeitigen Betreiber der Regionalzüge über die Schwarzwaldbahn (pikanterweise ebenfalls die Deutsche Bahn mit ihrer Tochter DB Schwarzwaldbahn) einen durchgehenden Stundentakt bestellen – derzeit gibt es Taktlücken, die ansatzweise durch die noch verkehren ICs gefüllt werden. Regionalzüge werden in Deutschland von den Bundesländern bestellt und mit Zuschüsen mitfinanziert, wobei die Zuschüsse stellenweise fast den gesamten Betriebsaufwand finanzieren. Von daher bringt Nahverkehr fast immer zumindest etwas Gewinn, während Fernverkehr offenbar nicht mit „schwarzer Null“ zu betreiben ist.

Aber es gibt auch Vorteile für die Fahrgäste aus der Umstellung auf Nahverkehr: die Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme werden verbessert, die Züge werden pünktlicher, da sie nicht durch halb Deutschland fahren und natürlich gelten dann auch die günstigeren Nahverkehrstarife und auch die preislich sehr attraktiven Nahverkehrsangebote wie das Baden-Württemberg-Ticket, das Quer-durch-Deutschland-Ticket oder das Schönes-Wochenende-Ticket.

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