Referendum gegen Planungskredit zum Regio-S-Bahn-Herzstück eingereicht

Im Kanton Basel-Stadt wird das Volk voraussichtlich über die Erstellung eines Vorprojektes für die unterirdische Verbindung des Badischen und des SBB-Bahnhofs in Basel (sog. „Herzstück“) entscheiden. Am vergangenen Samstag wurde ein Referendum gegen den entsprechenden Planungskredit eingereicht.

Der Planungskredit betrifft Basel-Stadt mit 19,5 Mio CHF und Basel-Landschaft mit 9,8 Mio CHF. Das gesamte Herzstück wird von den Kosten her auf 1,5 Mrd. CHF geschätzt, was für viele zu teuer erscheint. Allerdings vergräbt Zürich seit den 80er Jahren Bahnlinien für Milliarden in den Untergrund und scheint damit das vergleichsweise provinzielle Basel in den Augen vieler in den Schatten zu stellen.

Fakt ist, dass es auch in der „Vordenkphase“ des Projektes bereits kostengünstigere Alternativen gab, so vor allem eine zweite Eisenbahn-Rheinquerung in Höhe Novartis-Campus/Dreiländereck, die als völlig neue S-Bahn-Strecke vom Badischen Bahnhof über die Trasse der Kleinhüniger Hafenbahn bis Kleinhüningen und von dort über den Rhein am Novartis-Gelände vorbei nach Basel-St.-Johann führen würde und dort wieder an die vorhandene Strecke aus Richtung Frankreich anschließen würde. Somit wären durchgehende Züge ohne Fahrtrichtungswechsel aus dem Wiesental und badischen Hochrheintal via Bahnhof SBB in Richtung schweizer Laufen-, Ergolz- oder Rheintal möglich, die heutige Verbindungsbahn Basel Bad Bf – Basel SBB würde dann nur noch von den aus Richtung Freiburg in den Badischen Bahnhof einfahrenden Zügen genutzt.

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