S-Bahn-Herzstück: Wieder neue Variante

Für die als „Herzstück“ bezeichnete unterirdische S-Bahn-Verbindung zwischen Badischem Bahnhof und Bahnhof SBB in Basel gibt es wieder eine neu Variante, die nun abschließend weiterverfolgt wird. Noch letztes Jahr sprach man sich für eine andere Variante aus. Nun soll es „Hoch Y“ sein.

„Hoch Y“ lässt sich weitaus günstiger realisieren, da der Badische Bahnhof und der Bahnhof SBB wie heute oberirdisch bedient würden. So ließe sich auch der Eingriff in den laufenden Bahnverkehr während der mehrjährigen Baumaßnahmen verringen.

Der S-Bahn-Tunnel würde demnach nördlich des Badischen Bahnhof beginnen und dort die Züge vom Hochrhein und aus dem Wiesental aufnehmen, die nun ohne Fahrtrichtungswechsel zum Bahnhof SBB verkehren könnten. Anschließend wird eine fast-180-Grad-Kurve gefahren, in der auch die Wiese unterquert wird, bevor die neue Haltestelle „Klybeck“ mit Ausgängen zu den Tramhaltestellen „Dreirosenbrücke“ und „Ciba“ und einem unterrheinischen Fußgängertunnel zum Novartis-Cmapus erreicht wird. Es folgt die Unterquerung des Autobahntunnels, des Matthäusquartiers sowie des Rheins, anschließend entsteht die Haltestelle „Basel Mitte“ mit Ausgängen zur Schifflände, zum Marktplatz, zum Barfüsserplatz sowie zur Universität bzw. dem Unispital. Nun wird die Trasse nach Westen verschwenkt, um anschließend im Bereich Schützenmatt in die bestehende Elsässerbahn einzufädeln. Hier ist optional eine neue Haltestelle „Schützenmatten“ mit Ausgängen zum Wielandplatz und dem Sportstadion vorgesehen.

Optional wäre nördlich des Badischen Bahnhofs auch eine Einfädelung von der Rheintalbahn als weiterer Tunnel machbar, der es erlauben würde, auch die Züge aus Richtung Freiburg, explizit inklusive des Fernverkehrs, über das „Herzstück“ zu führen, wobei diese Züge dann den Badischen Bahnhof nicht mehr anfahren würden.

Wie geht es nun weiter? Der Bericht liegt jetzt bei den Schweizer Bundesbehörden zur Prüfung, per 2018 ist der Beschlussvorschlag für das Parlament für den Bahn-Ausbauschritt 2030/35 vorgesehen. Die Parlamentsentscheidung wird für 2019 anvisiert, 2019 soll das Vorprojekt abgeschlossen sein, 2021 würden die konkreten Planungen beginnen. Baubeginn sei für 2025, die Inbetriebnahme frühestens 2030 denkbar.

[Quelle: BZ]

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