Hochrheinbahn: Zusätzliche Triebwagen, Verbesserung nach Elektrifizierung und Ausbau

Logo RegionalzugDie Probleme auf der Hochrheinbahn zwischen Basel und Singen (Hohentwiel) halten bisweilen an. Züge sind aufgrund von Fahrzeugmangel zu kurz, oft hat der schnellere IRE Verspätung wegen Ausfalls der Neigetechnik oder anderen Defekten oder einfach wegen Überfüllung. Abhilfe ist zwar kurzfristig nicht wirklich in Sicht, aber zumindest mittelfristig sollte sich die Situation verbessern.

Mehr Fahrzeuge

Die den Nahverkehr auf der Strecke betreibende DB Regio Baden-Württemberg hat nun zugesichert, drei weitere Triebwagen aus dem Sauerland zu übernehmen, welche wohl vor allem auf den RegionalBahnen zwischen Basel, Waldshut und Lauchringen eingesetzt werden dürften. Vertreter der DB Regio wiesen zudem darauf hin, dass die Fahrzeugmängel unter anderem auch durch nicht durch sie zu vertretende Gründe entstehen. So seien allein in der letzten Woche des Jahres 2018 vier Triebzüge bei Zusammenstößen mit PKWs beschädigt worden.

Ausbau und Elektrifizierung

Viele Probleme im Betrieb hängen auch mit der mangelhaften Infrastruktur zusammen. So seien um das Jahr 2000 im  Zuge der Rationalisierung zum seinerzeit beabsichtigten Börsengang der Deutschen Bahn AG alle auf den ersten Blick nicht benötigten Gleisverbindungen zurückgebaut worden. Züge können nun bei Störungsfällen wie z.B. liegengebliebenen Triebwagen kaum noch bzw. gar nicht auf das zweite Streckengleis wechseln. Dies wiederum führe dann unweigerlich zu Zugausfällen. Beispielhaft ist hierbei der ehemalige Bahnhof Bad Säckingen (bahnbetrieblich sind Bahnhöfe Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, daher ist er keiner mehr): es wurden sämtliche Weichen vor und hinter den Bahnsteigen ausgebaut, Bad Säckingen ist nunmehr einfach nur ein Haltepunkt wie z.B. Lörrach Schwarzwaldstraße.

Abhilfe soll hier ein Ausbau im Zuge der Elektrifizierung der Hochrheinbahn ab 2021 bringen. Konkret sollen an fahrplantechnisch sinnvollen Punkten wieder Weichen eingebaut werden, damit allfällige Problemstellen umfahren werden können. Eine solche Gleiswechselmöglichkeit sei zum Beispiel im Bereich Wehr/Brennet sinnvoll.

Fazit

Wenn die Ausbauten tatsächlich so getätigt werden, dürfte sich der Bahnverkehr auf der Hochrheinbahn stabilisieren. „Neue“ Triebwagen bieten zumindest ehr Flexibilität und einen Puffer bei Ausfällen. Die Probleme mit den Neugetechnikfahrzeugen der Baureihe 612 bleiben jedoch vorerst bestehen, solange man am entsprechenden Fahrplan festhält, der so aber gar nicht zu den potenziellen Anschlüssen in Schaffhausen und Basel Bad Bf passt. Ein neigetechnikfreier Fahrplan wird aber dem Vernehmen nach zumindest geprüft, wobei man sich aber nicht „traut“, in diesem Zusammenhang die 612er Triebwagen durch „normale“ Fahrzeuge zu ersetzen. Dies würde frühestens mit Inbetriebnahme des elektrischen Zugverkehrs zwischen Basel und Erzingen (bei Schaffhausen) ab dem Jahre 2027 passieren.

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