RVL-Ticket auf dem Smartphone

RVL-Einzelfahrten und Tageskarten können auch (nach vorheriger Registrierung) mit dem Smartphone über die Apps „ticket2go“, „HandyTicket“oder  „DB Navigator“ erworben werden. Bei ticket2go wird sogar nur der Preis gemäß ViererCard bzw. PunkteCard berechnet und bei Erreichen des Tageskartenpreises innerhalb 24 Stunden wird automatisch der Preis einer SoloCard24 statt der Einzelfahrten berechnet. Bei allen Apps ist eine vorherige Anmeldung mit Angabe einer Zahlungsmöglichkeit (z.B. Bankeinzug) erforderlich. Diese Anmeldung ist binnen 2 bis 5 Minuten erledigt. Es ist hierfür eine Mobilfunknummer und/oder Emailadresse erforderlich. Teilweise muss der Wohnsitz bzw. die Rechnungsadresse des Nutzers in Deutschland liegen. Außerdem ist zumindest theoretisch die Nutzung erst ab 18 Jahren gestattet.

App „ticket2go“:

Nach der Installation der App und erfolgreicher Anmeldung erfolgt die Erfassung der Fahrten durch die einfache „BiBo“-Technik („be in, be out“). Der Fahrgast checkt also sozusagen vor Betreten des (ersten) Fahrzeuges ein und nach Verlassen des (letzten) Fahrzeuges am Zielort wieder aus. Beim Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln bzw. Fahrzeugen ist keine Handlung erforderlich. Während der Fahrt wird der gefahrene Weg über GPS und das Mobilfunknetz laufend erfasst. Diesem Erfassen stimmt der Fahrgast bei der Anmeldung explizit zu.

Nach Beendigung der Fahrt berechnet die App bzw. das System dahinter automatisch den Fahrpreis für die gefahrene Strecke, Tarifkenntnisse des Nutzers sind grundsätzlich nicht notwendig. Falls der Tageskartenpreis („SoloCard24“) bei mehreren Fahrten binnen 24 Stunden günstiger ist als die Summe der einzeln erfassten Fahrten, wird automatisch der günstigere Tageskartenpreis berechnet.

  • Vorteile: grundsätzlich keine Tarifkenntnisse erforderlich, Fahrpreis günstiger als bei den anderen Apps, in fast ganz Baden-Württemberg für den Nahverkehr innerhalb jeweils eines Verkehrsverbundes verwendbar
  • Nachteile: teils falsch berechnete Preise, zum Abmelden (und auch zum Anmelden) ist zwingend eine Internetanbindung erforderlich, Fahrtweg wird laufend elektronisch erfasst und gespeichert, stets nur für eine (erwachsene) Person nutzbar

Fazit: eine sehr einfach zu nutzende App. Erfahrungsgemäß lohnt es sich jedoch, die berechneten Fahrten zu kontrollieren. Beim Autor dieser Zeilen wurde bei Fahrten zwischen Lörrach und Riehen bzw. Basel (dorthin darf man zum Teil zum RVL-Tarif in die Schweiz fahren) mehrfach der falsche Preis (zu hoch) berechnet. Bei Fahrten innerhalb des Landkreises Lörrach haben aber bisher alle berechneten Preise gestimmt.

App „HandyTicket“: 

Die App von HandyTicket Deutschland dürfte die wohl älteste ÖPNV-Ticketing-App in unserem Land. Sie funktioniert praktisch wie ein Fahrkartenautomat für die Hosentasche: man wählt den gewünschten Fahrausweis, den man dann kauft und auf dem Handy in der App hinterlegt hat. Dafür muss man allerdings vorher wissen, welches Ticket man benötigt. Außerdem spart man finanziell nichts gegenüber dem Kauf eines „normalen“ Fahrausweises. Eher zahlt man zumindest theoretisch noch einen Aufpreis für den Strom und die Datennutzung.

  • Vorteil: kein Papier notwendig
  • Nachteil: Tarifkenntnisse erforderlich

App „DB Navigator“:

Der „DB Navigator“ ist vielen ÖPNV-Nutzern als App für die Fahrplanauskunft bekannt. Er beruht auf dem Auslunftssystem auf der Website der Deutschen Bahn AG. Die Nutzung ist einfach: man sucht die gewünschte Verbindung und kauft direkt in der App den dazu passenden Fahrschein, den die App anbietet.

  • Vorteil: keine Tarifkenntnisse erforderlich
  • Nachteil: keine Berechnung eines günstigeren Preises und keine Zusammenfassung mehrerer Fahrten zu Tageskarten

 

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